Dienstag, 31. Mai 2016

Heute erstmal der Nachtrag zu unserem Hotel im DDR-Charme:


Auberge im Dadas Tal



Gestern verbrachten wir nun den Tag auf der Strasse und kamen um 19:30 glücklich wieder im Tumult von Marrakech an. So schliefen wir wie in Abrahams Schoss in unserem Riad und genossen den Komfort einer heißen Dusche und einer "normalen" Toilette.
Heute morgen ging es dann wieder ins Getümmel . Am Djemaa el Fna angekommen waren wir kurz am Überlegen unsere Zähne nochmal überarbeiten zu lassen, aber leider reichte die Zeit nicht aus.



Ihr seht richtig. Hier kannst du dir die Zähne ziehen lassen und ein neues Gebiss aussuchen bzw. aus dem Berg von Zähnen einen neuen in beliebiger Form aussuchen und wieder einkleben lassen. Wie genau es funktioniert wollte aber keiner von uns ausprobieren. Ich weiß aber nicht, warum es sowas nicht auch bei uns gibt. Vielleicht auf dem Wochenmarkt in Geestemünde oder in Hamburg am Jungfernstieg?? Wäre sicher ne Marktlücke:)
Unser Weg führte uns dann doch lieber per Kutsche in die Neustadt. Es ist auch beim 2.Mal ein Wunder. Du verlässt die Altstadt durch die alte Stadtmauer und begibst dich spontan in ein anderes Zeitalter. Hier bist du wieder im Jahre 2016 angekommen. Louis Vuitton, MC Donald, Mango, KFC sind hier genau wie Range Rover, Porsche und Ferrari vorhanden. Das Getümmel mit Mofas, Eselkarren weicht einem normalen Verkehr einer Großstadt. Wir besuchten den wunderschönen Jardin Majorelle, fuhren wieder zurück zum "Place" und bummelten erfolgreich durch die Souks zurück. Gewürze, Gläser Mitbringsel etc. müssen in alle Koffer verteilt werden.
Heute Abend haben wir uns bei Kaitun zum Couscous essen angemeldet und werden den letzten Abend entspannt ausklingen lassen. 
Sollte noch jemand Wünsche haben, bitte heute Abend mitteilen, morgen haben wir noch bis 14:00 Zeit.
Bis dahin Inschallah

Montag, 30. Mai 2016

Guten Morgen ,
ein langer tag liegt hinter uns. Zuerst fuhren wir direkt nach dem Frühstück los, verliessen das Tal wieder und näherten uns der Gorges, einer monumentalen Schlucht samt gebirgsfluss. Es war wunderschön und wir konnten zu fuss die Schlucht durchwandern. Nach einer langen Fahrt durch Steinwüste, Öde und abwechselnd Oasen mit Unmengen an Palmen ,stoppten wir an einem von Touristen überfüllten Café zum Mittag. Anders als sonst ( meist hatten wir mittags keinen Hunger) bestellten wir heute doch etwas zu essen, was  sich später als wichtig erwies.
Die Arabischen Zeiten gestalten sich komplett anders als unsere. Mohammed hatte uns gesagt wir würden uns nach 30 Minuten wieder treffen, leider war er erst nach 1 Stunde wieder da. Naja Tee trinken mit den anderen Fahrern und beten sind hier für Männer Haupttätigkeiten .
Um 16.00 erreichen  wir endlich das Basiscamp, sprich die Herberge von der wir mit den Kamelen starten wollten. Abritt sollte um 18:00 erfolgen. Aber dann kam der Supergau für mich.
Der Organisator erschien an unserem Tisch und teilet mir mit ich könne auf Grund meines Gewichtes nicht die Kraft für den Ritt und müsste mit dem Quad fahren. Ich war echt geschockt. Nicht das ich zu schwer bin für das Kamel, nein er beurteilt meine Kraft aufgrund meines Gewichtes. Nach langem Hin und her einigten wir uns darauf, dass ich es erstmal versuchen würde . Sollte meine Kraft nicht ausreichen , würde das Quad nachgeholt werden.
Als es dann auf die Kamele ging , kam der Karawanenführer und sagte es wäre nicht möglich für mich mit zureiten. Ich war echt soooo traurig , wir hatten uns alle so doll auf den gemeinsamen Ritt gefreut und nun sollte ich als einzige nicht dabei sein. Ich weiss, dass viele nun sagen, Mensch Quad ist doch viel geiler, aber darum ging es nicht .Das hätte man vorher sagen können, dann hätten wir uns die Fahrt wahrscheinlich gespart, denn auch die anderen drei hatten nicht mehr so den spass daran.Aber es nützte nichts . Ich konnte nicht mitreiten.
So zog die Karawane ohne mich los , ich klemmte mich hinter einen halbwüchsigen Marokkaner  und ließ mich zum Biwak Fahren.Wer meint Quad fahren sein toll, der meint bestimmt selber fahren und das mag richtig sein. Mitfahren mit festhalten an hinten gelagerten dünnen Stangen ist reell anstrengen und wenig lustig. So erreichte ich um 18:30 das Biwak und wartete und wartete und wartete. Um 20.30 kamen die anderen endlich auch an. Sie hatten eine PAUSE EINGELEGT UM DEN SONNENUNTERGANG IN DER WÜSTE ANZUSEHEN.
Das angekündigte Essen wurde dann um 22:30 eingenommen, wie gut dass wir mittag gegessen hatte.
Der Sternenhimmel in der Wüste war atemberaubend schön, die Nacht kurz und unbequem aber ursprünglich.
Am Morgen beobachteten wir noch den Sonnenaufgang bis dann die Karawane wieder gen Heimat startete. Das Quad stand bereit, Holm beneidete mich etwas um die Rückfahrt.
So war ich schon um7:15 wieder in der Herberge und dort erhielt ich die freudige Nachricht : Fietje ist heute Nacht geboren! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch Svenja und Benny, alles Liebe und Gute für euer gemeinsames Leben!
Nun wird gefrühstückt, nach einer Dusche und Zähneputzen und dann ab nach Marrakech.
Ich bin immer noch traurig , dass ich nicht mitreiten konnte, hoffe aber die anderen haben es für mich mit genossen . Lukas , es war nicht unser Tag. Dir hätte ich so sehr die Meisterschaft mit deiner Mannschaft des MTV Botels gewünscht. Auch das sollte nicht sein.
So nun muss ich schnell frühstücken, Mohammed ist schon fertig und hat gebetet, also geht es bald los.
Wir hören uns aus Marrakech. Inschallah

Samstag, 28. Mai 2016

Inschallah,
heute morgen um 7:30 starteten wir ins Abenteuer Wüstentrip mit Kamelritt .
wir wurden um 7:30 von einem jungen Mann abgeholt, der uns zu unserem Fahre brachte.
Mohammed, unser Fahrer, begrüßte uns freundlich und los ging die Reise. Leider stellten wir sofort fest, dass Mohammed statt englisch und französisch , leider nur französisch und berber spricht, was die Kommunikation für uns erheblich schwierig gestaltet.
Durch das Getümmel in Marrakech führte unser weg durch das Atlas Gebirge , durch Steinwüsten, Steppen, Schiefergebirgen und oasenähnlichen Grüngebieten stundenlang quer durch Marokko .
Ein Stop an einer Arganöl Cooperative bescherte uns neues Öl und eine wunderbare Peanutbutter mit Organöl, die wir allerdings vor Sophie verstecken werden, damit sie nicht gleich alle ist.
Der nächste Stop erfolgte mittags an einer Kasbah ( Dorf) , in der etliche Filme wie "Der Gladiator","Lawrence von Arabien" etc. gedreht wurden.
Was uns nicht klar war, dass Mohammed uns nun in der glühenden Mittagshitze die gesamte Kasbah zeigen wollte. Dies dauerte nur eine Stunde, beinhaltete Treppen für 17!!!!! Stockwerke ( das hat Lottas iPhone ausgerechnet) und einen Rückweg, der über eine selbstgebaute Brücke aus Kieselsäcken beinhaltete. Natürlich standen kleine Jungs an dieser Brücke, rissen an unseren Händen um uns darüber zu begleiten und dann Geld dafür zu verlangen.
Im Anschluss ging es weiter mit unserem Kleinbus Richtung Tal der Rosen. Diese waren leider schon verblüht und ich freue mich daher auf Simone und Holger, deren Rosen sicher 1000 mal schöner blühen wenn wir wieder kommen.
Durch das Dadas Tal hindurch erreichten wir dann schließlich gegen 17:50 unsere Herberge, denn Hotel kann man es nicht nennen. Die Zimmer haben 100%igen DDR-Charme sagt Holm, es werden mindestens 5 verschieden Muster an Wand, Decke und Fußboden verwendet. Als wir auf den kleinen Balkon treten wollte, stellten wir fest, dass der Türgriff abgebrochen war. Alles egal, wir waren durch geschwitzt und sandig von unserer Kasbahbesteigung und Lea und ich sprangen also direkt unter die Dusche.DAS WAR EIN FEHLER, denn warmes Wasser gb es erst 20-25 Minuten später, wie Holm dann auf Nachfrage erfuhr.
Naja, wir haben es überlebt, Holm und Lotta waren besser dran.Unser Zimmer hat sogar eine Klimaanlage, die auf Betätigung des Knopfes an geht sich einmal öffnet und sich dann sofort wieder schließt und aus geht. Also bleibt uns nur ein kleines Fenster zum öffnen um frische Luft rein zu lassen. Das Essen war überraschenderweise sehr lecker. Fragt mich nicht nach Namen der Herberge oder Ort, selbst mein iphone gibt mir nur die Ortschaft an. Es liegt fast an der Grenze zu Algerien, da wir alle vier schlauer Weise unsere Reisepässe in Marrakech gelassen haben, hoffen wir inständig, dass der Trip nur in Marokko verläuft.
Morgen geht es nach dem Frühstück weiter zur Wüste , wo die Kamele hoffentlich warten.
Also wird der nächste Post  erst Montag Abend von mir aus Marrakech kommen.
Gerne hätte ich euch noch ein Foto hochgeladen , aber leider reicht das plan dafür nicht aus : Bis bald




Freitag, 27. Mai 2016

Was für ein Tag ! Marrakech ist ja immer wieder für eine Überraschung gut.
Nach dem Frühstück wollten wir uns auf den Weg zur Koranschule und dem Bahiapalast machen, um später auf dem "Place" zu essen. Also auf geht`s! Mit den gezeichneten Skizzen von Mohammmed in der Hand machten wir uns auf d en Weg. Die Gassen hier in der Altstadt sind grade mal so breit, dass ein Eselskarren durch passt bzw. die Mofas in einer Höllengeschwindigkeit an einem vorbeilassen können. Strassenschilder sind Fehlanzeige oder aber auf arabisch, was das lesen nicht unerheblich leichter macht, da unsere Arabischkenntnisse eher eingestaubt sind. Lange Rede  kurzer Sinn, ihr ahnt wahrscheinlich was passiert ist: Wir haben uns restlos in der Medina von Marrakech verirrt.
Dass Charlotte und ich einen wenig ausgeprägten Ortssinn haben, ist ja bekannt. Wir sind ja schon froh, wenn wir uns in Bremerhaven nicht verlaufen! Aber die Wüstenbergs sind bekannt dafür, dass sie sich eigentlich immer den Weg merken können. Aber diesmal eben nicht,  diesen Weg eben nicht. Denn das Witzigste daran war, dass wir uns vor 5 Jahren auf der Suche nach der Koranschule ebenfalls verlaufen haben :). Wir irrten also durch die Gassen und wollten auch nicht unbedingt einen der angeblich so hilfsbereiten jungen Männer ich dem Weg fragen, da dies bekanntermaßen meist in einem Teppichladen endet oder aber sehr teuer ist. Endlich entdeckten wir die kleinen roten Schilder, die den Weg zum Platz weisen und folgten ihnen. Dieser Weg führte uns durch vollkommen touristenfreie Gassen und Wege, die auch auf unseren Karten (eher  Skizzen nicht zu finden waren). Nach sage und schreibe 2 Stunden strammen Fussmarsches in der Prallen marokkanischen Sonne erreichten wir dann endlich wieder den "Place" und stärkten uns erstmal mit einem marokkanischem Whiskey= Pfefferminztee.
Der Besuch im Bahiapalast hatten Holm und ich in wunderbarer Erinnerung, da der Palat einerseits sehr nah  liegt aber eine herrliche Ruhe in dem ganzen Getümmel der Medina ausstrahlt. Das hätte auch wieder so sein können, wenn nicht Gruppe 17 des Kreuzschiffes Costa  gleichzeitig den Palast erobern wollte. Unmengen älterer Menschen, meist japanischen Ursprungs (man erinnere sich an Holms Vorliebe für sie), stürmten den Palast.
Wir haben das Beste draus gemacht und schlenderten dann Richtung Gewürzmarkt. Da ja Freitag war, hatten viele Geschäft nicht oder aber erst ab mittags auf. Hier ist der Freitag der Tag der Ruhe und des Gebets.
Nach unserem Mittagessen suchten wir noch nach einer neuen Tasche, da wir ja für den Trip in die Wüste auf dem Kamel keinen Koffer mit nehmen können- Daher musste leider noch eine neue Tasche her. Das Angebot ist ja reichlich, aber man wird doch schnell fündig. Die meiste Zeit verbringt man mit dem Handeln, was aber einen Heidenspass bringt.
Anschließend waren wir so geschafft, dass wir uns wiederum in ein etwas grösseres TokTok gesetzt haben, dass uns Richtung Heimat gebracht hat.
Nach dem leckeren Essen abends bei Kaitun , fielen wir ins Bett.
So nun beginnt unser Trip in die Wüste und wir sind alle sehr aufgeregt. Ob ich heute aber über plan verfüge, weiss ich nicht genau.
Svenja, meine Liebe ich wünsch Dir, Benny und Mai alle liebe und viel Glück bei seiner Geburt ! Halt durch !
So ihr lieben, bis später

Donnerstag, 26. Mai 2016

As Salem alekum liebe Grüße aus Marrakech !
am Mittwoch haben wir, das sind Holm, Lea , Charlotte und ich, wie immer mit Verspätung unsere Reise nach Marrakech gestartet.
Für Holm und mich ist es das zweite Mal, dass wir nach Marrakech fliegen; um so mehr freuen wir uns, dass die Mädchen uns begleiten ,um diese Kultur und die faszinierende Stadt kennen zu lernen.
Am Dienstag Abend haben wir noch mit unserer lieben Ille auf ihren Geburtstag angestoßen , nachts den Koffer angefangen zu packen und Mittwoch morgen ging es dann los.
Naja erstmal nur bis Stuben, da stellten wir fest, dass wir die Reiseführer vergessen hatten. Also nochmal Umkehr Marsch!
Mit Stau erreichten wir dennoch zeitig den Flughafen in Weeze, das Einchecken lief wie von selbst.
Mit uns an Bord eine Jugendgruppe Holländer, die sich lautstark über diverse Reihen im Flieger unterhielt.
An schlafen war daher nicht wirklich zu denken, nur Lotta hatte wohl doch Nachholbedarf und schlief fast den ganzen Flug über.
In marrakech angekommen, wartete doch diesmal tatsächlich ein Fahrer des Riads Direkt auf uns und statt des  200 Mercedes Diesel mit Flokati auf dem Armaturenbrett , stiegen wir in einen Kleinbus ein. Die Strassenverhältnisse in Marrakech haben sich aber überhaupt nicht verändert, es sind immer noch Millionen Mofas, Eselskarren, Fahrräder, TucTucs und Autos unterwegs. Die Mädels erlitten ihren ersten Kulturschock, wir konnten darüber lachen. Beim zweiten Mal ist vieles leichter.
Das Riad und unsere Zimmer sind wunderschön, das Abendessen super lecker und die Anstrengungen der Reise gross.
Heute haben wir erstmal die Sonne auf der Dichterasse genossen und sind später durch die Souks gelaufen.
Holm ist mir immer wieder ein Phänomen, selbst heute nach 5 Jahren wusste er immer noch den Weg durch diese irreführenden Gassen uns so konnten wir diesmal sehr entspannt durch das Gewimmel der  Sous laufen. Auch die sonst ständig nervenden Verkäufer waren heute weder anstrengend noch nervig. Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler und Affenzähmer haben uns erfreut, die Garküchen haben uns ein schönes Essen beschert.

Es ist und bleibt ein Kulturschock , wenn mann das erste Mal hier ist. Dies wurde auch den Mädchen hier gewahr, dennoch konnten sie es geniessen.
Ab Samstag werden wir eine Tour durch Marokko mit anschließenden Kamelritt in die Wüste mit Übernachtung im Biwak machen, so dass wir dann nicht erreichbar sind .Wir alle sind schon mega aufgeregt. So ihr lieben , ich bin sehr müde also ab ins Bett. Wir hören uns morgen, schlaft gut!