Samstag, 12. Oktober 2019



Ab nach Hause

Der Weg nach Köln lief wunderbar und mittags hatten wir unseren Stellplatz direkt am Rheinufer eingenommen . Ein kurzes, letztes Baguette und dann machten wir uns auf den Weg zu Hauke. Endlich habe ich es auch mal geschafft mit nach Köln zu kommen und wir freuten uns auf den restlichen Tag. Nach einem Kaffee machten wir uns auf zum Dom, den ich ja als einzige noch nicht kannte. Mittlerweile war leider der Berufsverkehr in der Kölner U-Bahn in vollem Gange und wir quetschten uns samt Marla in die 18! Und ich dachte immer heute fährt die 18 bis nach Istanbul, komisch diese aber nicht.
Ich weiß schon genau, warum ich nicht in der Stadt lebe, wenn ich das jeden Tag hätte, ich würde verrückt werden. Da lobe ich mir das schöne Beverstedt.
Hauke zeigte mir den Dom, Holm musste mit Marla draußen bleiben und danach wanderten wir zum Rheinufer. 
Es war ein sehr schöner Nachmittag, Hauke ist ein eloquenter junger Mann geworden, der uns mit Witz und doch auch sehr viel Ähnlichkeit zu Holm immer wieder überrascht. 
Nach kurzer Stärkung machten wir uns auf den Rückweg , die kleinen Marla-Beine wollten nun auch nicht mehr laufen :/
Um 20:00 Uhr trafen wir uns mit Friderike im Brauhaus um die Ecke. Ich lernte, dass man immer neues Kölsch bekommt, solange man keinen Deckel auf sein Glas legt und wir lernten Haukes Freundin, eine supernette warmherzige junge Frau kennen.
Doch es wurde Zeit für uns und so machten wir uns um 22:00 Uhr mit der 18 wieder auf zum Rheinufer und fielen das letzte Mal in unsere Womo Betten.
Bei strahlendem Sonnen schein starten wir jetzt den Weg nach Hause. Eigentlich wollten wir den Friesenspiess nehmen, aber die Mühlheim brücke ist gesperrt, die Umleitung führte uns wieder einmal an ein Höhenbegrenzung, die uns zur abrupten Umkehr zwang.
Nun rollen wir über die A1 nach Hause, ich sitze wie so oft hinten und tippere in die Tasten. Zum letzten Mal in diesem Urlaub.
Leider vergeht die Zeit im Urlaub ja immer viel zu schnell, wir haben uns monatelang im www und sonstigen Kanälen vorbereitet und nun ist alles schon vorbei.
Wohnmobilurlaub ist schon sehr speziell und ich kann auch diejenigen verstehen, die überhaupt keine Lust dazu haben, so ging es mir ja auch.
Diese Art von Urlaub ist anstrengender, weniger entspannend als im5* Hotel in Antalya oder Hurghada und mit Sicherheit nicht billig. ABER: Uns macht es sehr viel Spaß zusammen die Strecken zu erarbeiten, (auch wenn ich sie ja doch schlussendlich im Detail wieder umschmeiße,), die verschiedensten Länder,Orte und Menschen zu erleben und sich auch manchmal auf die begrenzten Möglichkeiten ein zu lassen. Es ist unglaublich spannend und manchmal ist weniger mehr. Die Zeit hier im Womo ist Zeit für uns zwei, die wir zwar auch mit Streit und Diskussion füllen, aber hauptsächlich ist es Zeit, die uns zusammen schweißt und als Team funktionieren lässt. Wir haben in diesen zwei Wochen  soviel gesehen, erlebt, gelacht und das Leben genießen können,dass kann uns keiner mehr nehmen. Aber manchmal fehlen einem die Familie und Freunde auf Reisen .......
Frankreich , wir kommen sicher irgendwann wieder, es gibt noch viel zu entdecken in diesem Land.
Und unser Liste, der Orte, die wir noch bereisen wollen, wird noch nicht kürzer.
 Aber nun freue ich mich auf zuhause, kann es kaum erwarten die kids in den Arm zu nehmen und wenn der Stau nicht mehr all zu lang ist heute Abend mit den Freunden zu feiern. 
So schön wie Urlaub ist, so schön ist es auch zuhause.
Zum Schluss, wie immer ein Danke schön an meinen Holm. Danke dass Du meine Launen, meine handwerkliche Unfähigkeit und meine Spontanität mit einer unfassbaren Ruhe erträgst. Danke, dass du diesen Urlaub das Fahren komplett übernommen hast und ich mich auf die schönen Dinge konzentrieren konnte. 
Ein weiteres Danke schön an Euch, die treu meinen blog gelesen haben. Ich hoffe, es hat euch gefallen, lasst mich gern wissen was ich nächstes Mal besser machen kann oder aber auch was euch gut gefallen hat. 
Treu meinem Motto::
Nach dem Urlaub ist vor dem Ulaub
 Bis zum nächsten Mal
Eure Sanna

Freitag, 11. Oktober 2019


Das letzte Aufwachen in la belle France

Nicht nur die Sonnstrahlen durch das Dachfenster weckten uns sondern auch der Straßenverkehrslärm tat sein übriges dazu. Die Ruhe und Stille der Inseln ist zwar vorbei, aber dafür genießen wir es jetzt die Stadt zu erleben. Wie geplant radeln wir nochmal in die Innenstadt von Reims genehmigen uns ein letztes petit déjeuner, erkunden noch etwas die Stadt bevor es zurück geht zum Womo und nun heißt es: Abfahrt , aurévoir la France. 
Schön war es in Frankreich. Ein Land, was so wahnsinnig viel zu bieten hat, dass man sicher unendlich viele Urlaube hier verbringen kann. Uns hat die Atlantikküste sehr gut gefallen, die Landschaft ist atemberauschend schön, die Inseln und das Wasser ein Traum.. Wie schon letztes Jahr in Marseille haben wir nur Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und auch den Willen andere Sprachen zu sprechen erleben dürfen. Auch hier hat ein Generationswechsel statt gefunden, was den Urlaub für uns nicht französisch sprechenden so viel einfacher macht. DAHER AN ALL DIEJENIGEN, DIE NICHT NACH FRANKREICH REISEN, WEIL DIE FRANZOSEN JA SO ARROGANT SIND UND KEINE ANDERE SPRACHE SPRECHEN, DIESES ARGUMENT ZÄHLT NICHT MEHR!!!!
Wir machen uns tatsächlich wie geplant auf den Weg nach Luxemburg. Noch ein letzter Einkauf in Sedan kurz vor der belgischen Grenze und dann geht`s mit einem weinenden und einem lachenden Auge weiter . Die Fahrt war schön, aber nicht aufregend und am Nachmittag erreichen wir Luxemburg. Hier stehen wir auf einem richtigen Campingplatz , der mit allem Service ausgestattet ist. Nach den Wochen auf Stellplätzen ist das recht ungewohnt, aber auch komfortabel.
Unser Diner nehmen wir im La Score am anliegenden Golfplatz ein. Ja man kann direkt auf das beleuchtete green schauen und den ehrgeizigen jungen Leuten zuschauen, wie sie immer und immer wieder den optimalen Schlag üben und üben und üben.
Also ganz ehrlich, das ist nichts für Mutti. Ich bin ja nicht die Sportskanone vor dem Herren und meine Statur wäre vielleicht eher zum Golfen, aber das ist mir echt zu eintönig. Außerdem entsprechen die obligatorischen Golfklamotten so gar nicht meinem glitzernden Geschmack. Also so ganz nach dem Spruch: Golfen Sie auch? Nee, ich hab noch Sex! entscheiden wir nicht unter die Golfer zu gehen.
Das  Essen war allerdings super und wir waren im wlan paradies des Campingplatzes.!!! Der Urlaub samt blog, navigieren und googeln hat mein Datenvolumen schon zu 80% aufgebraucht und selbst Holms Datenvolumen neigt sich rapide dem Ende zu.
Zu Holms Leid nutzte ich die Gunst der Stunde um mich mal mit Sandra kurz zu schließen.  Denn wenn wir nun am Samstag schon nach Hause kommen, könnten wir ja noch mit auf den Ball....
Und tatsächlich es gibt noch Karten, Holm ließ sich überreden und kommt mir zu Liebe mit. Danke mein Lieber, ich weiß es ist nicht einfach mit mir.
Nun sitze ich grade hinten im Womo , wir haben noch eben günstig in Luxemburg getankt( 30cent billiger als in Frankreich!!! Das macht schon echt was aus) und sind schon wieder in good old germany. Die Bäume sind in allen herbstlichen Farben geschmückt und wir freuen uns gleich Hauke und seine Freundin Friederike zu treffen.
An bei noch einige Fotos aus des letzten zwei Wochen. Und dann gibt es morgen den Abschlußblog .
passage du gois

Brücke Noirmoutier



passage du gois

Giogio unser ständiger Begleiter




Frühstückspause mit ner Molle


le Tourteau ein süßes Hefegebäck, das tatsächlich so verbrannt sein soll

alte Lüneburger Marke, gibt es wohl nur noch hier ???

Mittwoch, 9. Oktober 2019


Der Morgen im Weinberg

Nach einer erholsamen Nacht blinzelt uns die Sonne ins Womo und wir genießen noch den Kaffee auf dem Gut. Günther und Madeleine haben sich einfach ohne Tschüß sagen mit ihrem Geschoss vom Acker gemacht, nicht die feine englische Art, wie schade...
Nun sitzen wir wieder über der Karte und planen tatsächlich den Weg nach Hause. Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man auf Reisen ist.

Wieder hadere ich mit Paris, da ich mich doch vor dem Verkehr scheue und einige wenige Stunden in Paris sicher nicht hin und nicht her reichen. Doch bevor wir starten soll das Ziel diesmal zu 100 % fest stehen, damit Holm nicht vollends die Nerven verliert.
Nach Kaffee und Diskussion steht unser Ziel fest, es geht heute nach Reims. Die Strecke ist zwar mit 4oo km recht weit, aber zu schaffen. Reims soll ja historisch interessant sein, wir können mal sehen wo Sophie ihr Praktikum gemacht hat und es ist nicht so groß wie Paris.
Also heißt es, wie auf dem Hinweg Strecke machen. 
Wir verlassen das Muscadet über eine schöne Strecke durch die Weinanbaugebiete bis wir dann endlich wieder die maut pflichtige Autobahn erreichen. Nun ja dafür ist die Autobahn sehr gut und wir erreichen gegen frühen Nachmittag Paris. Hier hört die maut auf, die Straße wird schlecht und voll!! 
Unser Navi rät uns in einer Tour von der AB abzufahren, was wir aber erstmal ignorieren. Nur leider löst der Stau sich nicht auf, so dass Holm dann doch auf das Navi hört und von der AB abfährt. Also schlängeln wir uns durch die Pariser Vorstadtbezirke und Wohngebiete mit unserem handlichen 7,30m langen Womo. Eine echte Herausforderung für meinen Holm, die fast im zu niedrigen Tunnel endet. Nur das Poltern der Höhenbegrenzenden Gummistangen und mein lautes Aufschreien: DA PASSEN WIR NICHT DURCH!!!! Verhindern das Schlimmste. Aber Holm fährt souverän den Rest der Strecke und in Reims stellen wir uns auf den einzigen Platz mitten in der Stadt.
Nach kurzer Rücksprache mit Sophie, radeln wir munter in die Stadt. Die weltberühmte Kathedrale ( bevor Sophie nach Reims ging, hatte ich Kulturbanause nicht davon gehört) war unser erstes Ziel und von dort spazierten wir durch die abendlichen Gassen Reims. 






Reims ist nicht nur Historisch bedeutsam, auch die Lage in der Champagne und die hier entstehenden Champagner  sind weltberühmt. Überall wird Champagner in verschiedensten Variationen angeboten und da muss ich natürlich einmal probiern.

Nun sind wir aber auch müde und wir radeln zum Platz zurück. 
Schnell noch ein Pilzrisotto gemacht und dann freuen wir uns auf morgen früh. Da werden wir noch mal in die Stadt radeln und gegen mittag weiter fahren gen Luxembourg. Mal sehen wo wir dann übernachten, denn am Freitag sind wir in Köln mit Hauke verabredet.



Bonjour La Rochelle 

Die Nacht war erholsam, aber immer ieder prasselt der Regen auf das Dach unseres Womos und auch am Morgen regnet es schon wieder:/ Es ist einer sehr feiner Nieselregen, der aber so ekelig ist, dass selbst Marla es vorzieht wieder ins Womo zu hoppeln.
Daher entscheiden wir nun den Weg nach Paris anzutreten, der Stellplatz wurde von mir telefonisch kontaktiert( es gab eine englische Telefonistin) , wir brauchen keine Umweltplakette und können so kommen. Nun stehen noch knapp 400km zwischen uns und der Stadt der Liebe. Los geht´s.... hm bis zum übernächsten Dorf, da fiel mir wieder der Stellplatz auf einem Weingut in der Nähe von Nantes ein. Wir wollten da eigentlich auf dem Hinweg schon nächtigen, leider lag es nicht so auf dem Weg . Holm versuchte die Fassung zu wahren, nicht durch zu drehen sondern lachte und schüttelte sein weises Haupt. Also nochmal kurz rechts ran, neue Lageplanbesprechung und dann ab nach Nantes. Soll ja auch eine schön Stadt sein und am Abend dann zum Weingut in Maisdon sue Sévre.
Der Weg nach Nantes war nicht sehr lang, es regnete in einer Tour und wir waren nicht sicher , die richtige Entscheidung getroffen zu haben, so eine Stadtbesichtigung im Regen bringt eher semi Spaß.
Holm kutschierte das Womo sicher bis in die Innenstadt von Nantes und tatsächlich fanden wir auch einen Parkplatz, auf dem auch Womos stehen dürfen. Insgesamt sind die Franzosen sehr Womo-phil, sie reisen selbst sehr viel mit Womos und daher findet man auch überall viele Park-bzw. Stellplätze .
Kaum war der Motor ausgestellt, hörte es auf zu regnen un d wir starteten unseren Gang durch Nantes. Leider hat Marla heute überhaupt keine Lust zu laufen, wahrscheinlich kämpfte sie mit dem Muskelkater von gestern.
Nantes ist sehr hübsch, hat viele alte Gebäude, Schloss, Kirche und viele Museen. Ja da ist sie wieder , mein Desinteresse an Museen... Tut mir leid Mama, aber wir haben nur die Kirche besichtigt, für alles Weitere fehlte aber auch die Zeit. 








Noch einige Mitbringsel wanderten in meine Tasche, wobei der Wunsch von Sophie nach französischen Büchern mich wieder mal in meine Grenzen verwies. Kauf mal Bücher in einer Sprache , die du kaum verstehst , für jemanden, der einen so unterschiedlichen Geschmack hat als man selber. Ich habe tatsächlich in einer Bücherei mit Hilfe der Verkäuferin auf französisch einige Bücher ausgesucht und hoffe, sie gefallen meiner angehenden Französichlehrerin. Ja es war einfacher als die kids klein waren und das anzogen, was Mama kaufte ohne zu Widersprechen. Heute halte ich dann doch lieber Rücksprache bevor ich etwas kaufe, was nachher nur im Kleiderschrank hängt.
Solltet ihr mal nach Nantes kommen, schaut euch auf jeden Fall die Einkaufspassage an. Ich glaube, so eine schöne Passage habe ich noch nie gesehen.




Nun machten wir uns auf den Weg zum Weingut ins Muskadet und waren sehr gespannt, was uns dort erwartete. Nach einer romantischen Fahrt erreichten wir das Gut der Familie Batard. Dort haben die Winzer einen schönen Stellplatz direkt an den Weinstöcken. Idyllischer geht es kaum, die Sonne war nun doch  wie so oft am Nachmittag wieder raus gekommen und sogar eine Weinprobe wurde uns angeboten.

Also schnell alles fertig gemacht, ein Knäcke als Grundlage und dann ab zur Degustation mit dem anderen deutschen Ehepaar , das ihr kleines Womo gegenüber stehen hat.

Ja unter Camper ist man ja immer per Du und so kam Günther auch gleich auf uns zu, stellte seine englischstämmige Frau Madeleine vor und rappelte uns seine Lebensgeschichte vor.....
Manchmal frage ich mich ob auf unseren Stirne geschrieben steht: Bitte vollquatschen?? Ihr lieben sollt aber auch was davon haben: ER war über 25 Jahre Reisebusfahrer und nun hatten die beiden vor 4 Jahren alles verkauft, sich kostenlos bei den Kindern in BRD bzw GB angemeldet und leben seitdem im Womo. Also mein Albtraum!!!!!!
Zurück zur Weinprobe, Madama Batard erklärte uns die Weingärung im perfektem französisch, ich verstand nur Brocken, die ich den anderen dann übersetzte. Wer weiß schon, was sie erzählte, hahaha, die beiden Camper und Holm auf jeden Fall nicht..
Auf diesem Gut wurden nur Weißweine und Sekt in Champagnergärung produziert, was haben wir wohl gekauft???ß


Nun wurde es Zeit zu kochen und wir ließen den Abend genüsslich bei Geschnetzeltem und Spätzle ausklingen.

Dienstag, 8. Oktober 2019


Es ist Montag und wir wachen vom Regen auf:/ Leider hat die Vorhersage wieder mal Recht und der Himmel ist bewölkt, leichter Nieselregen. Hm so habe ich mir das nicht vorgestellt auf der ile de Ré, aber was solls , das ist wohl das Los des Campers. Selbst Marla verzichtet auf große Ausflüge über den Stellplatz, obwohl sie das sonst immer macht um all die großen Hunde aus zu bellen und uns zu beschützen. 
Wir beschließen die zelte hier abzubrechen, um mit dem Auto noch einmal die Insel zu umrunden. Gesagt getan, wir sind echt ein eingespieltes Team, jeder hat seine Aufgaben, Holm ein paar mehr als ich, weil ich ja meist morgens noch den blog schreibe.
Wir starten die Tour und machen uns auf nach Ars en Ré, einem der schönsten Dörfer Frankreichs laut Reiseführer. Und es ist wirklich wunderschön!! Wir spazieren durch den kleinen Ort, kaufen noch das ein oder andere in den wenigen offenen Geschäften. Vieles hat schon Saisonende und geschlossen, die Saison endet scheinbar ende September und nicht wie gelesen Ende Oktober. Ars en Ré scheint aber nicht nur eines der schönsten sondern auch eines der teuersten Dörfer Frankreich zu sein, würde es wohl mit Kampen /Sylt vergleichen. Restaurants mit ** reichen sich an Boutiquen mit pret a porter, und das alles in französischen Miniaturgrößen. Also nix für mich dabei.





Jetzt führt uns der Weg nach le Phare balaines,  einem Leuchtturm an dem nördlichsten Punkt der Insel, an dem Atlantik und die Strömung aus der Bucht auf einander treffen.
Marla guckt schon recht genervt als wir schon wieder aussteigen, aber alleine will sie auch nicht bleiben, also dackelt sie tapfer mit. Sie weiß zum Glück nicht, was der Tag ihr noch bringen wird.






Nun heißt es doch schon wieder Au revoir  du schöne ile de Ré, denn wir verlassen diese wunderschöne Insel nun und wollen uns La Rochelle ansehen. Wir wollen aber gerne nochmal im Sommer wieder herkommen und um dann das volle Programm geniessen zu können. Vielleicht hat ja jemand ( Töchter, Söhne , Freunde) Lust uns zu begleiten.
La Rochelle ist eine alte Hafenstadt, die immer größere Bedeutung erlangt hat in d en letzten Jahrzehnten. Wir parken auf einem großen P/R Platz und wollen per kostenlosem shuttle in die Stadt fahren. Und obwohl der Automat sogar englische und deutsch Anweisungen gab, standen wir geschlagen 10 minuten davor, schoben ca. 15 Mal das Parkticket in den davor für vorgesehenen Schlitz, aber kein Busticket erschien. Manno das kann doch nicht sein, dass wir zu blöd sind ein Ticket zu ziehen. Scheinbar schon!! Letzte Möglichkeit die Anruf Taste zu drücken und auf eine englischsprachige Telefonistin zu hoffen.
Die Telefonistin meldete sich prompt und sprach natürlich nur französisch. OMG, mein Französisch ist wie gesagt schauderhaft schlecht, Holm kann französisch kochen oder so, aber nach 5 Anläufen, hatte ich sie verstanden und wir mussten erst das Parkticket für die Nacht bezahlen um anschließend ein Busticket ziehen zu können. Das muss man einer doofen deutschen Tierärztin auch mal sagen!!
Nun konnte uns nichts mehr stoppen, wir stellten uns prompt auf der falschen Seit an die Bushaltestelle, ließen so 2 Busse in die Stadt vorbei fahren, bis ich dann eine junge Frau fragte, die uns auf die richtige Seite verwies. Dorfkinder halt!!
Marl´s erste Busfahrt

Schlussendlich landeten wir in der Stadt, bummelten durch wunderschöne Gassen und am alten Hafen entlang. Es stehen hier noch unglaublich viele alte Häuser und Villen, scheinbar hat der 2.Weltkrieg hier ein Nachsehen gehabt.



Marla war mittlerweile schon soooo müde, dass sie beim shoppen im La Fayette auf dem Teppich schlief.
Also ab ins Café und ausruhen. Der Himmel hatte doch noch aufgerissen, die Sonne sandte uns einige schöne Strahlen und wir genossen die Zeit. Marla war froh, endlich mal ne Pause.
Die Franzosen essen bekanntermaßen später als wir, also machen die Restaurants auch erst ab 19:00 Uhr auf. Also mussten wir uns noch die zeit mit einem Rundgang ums Hafenbecken vertreiben bis wir dann endlich zum Diner gehen konnten.
Hier konnte Marla von Holm sogar das ein oder andere Stückchen Brot erhaschen um dann gestärkt zur Bushaltestelle aufzubrechen.
Normalerweise bin ich ja diejenige, die irgendwo das handy oder Portemonnaie vergisst, aber diesmal suchte mein lieber Gatte plötzlich hektisch in allen Taschen, aber nix zu finden. Da sah man ihn aber im Galopp zurück zum Restaurant fegen und zum Glück sind die Inhaber ehrliche Menschen und haben es direkt weg gelegt und schon auf Holm gewartet.
Na was soll ich sagen, der nächste Bus fuhr erst in 37 Minuten....
Zu Fuß sagte google uns 16 minuten Marsch voraus, also sahen Marla und wir uns an und beschlossen zu laufen.
Am Womo angekommen, legte sich Marla stumpf hin, schlief sofort und wachte nur auf lautes Futter Futter Rufen kurz auf, fraß und schlief. 
Bon nuite mon amour !

Sonntag, 6. Oktober 2019



Bon dimanche, oder schönen Sonntag,

wir wachen durch das Prasseln des Regens heute morgen auf. Leider hatte die Wettervorhersage Recht, es regnet und der Himmel ist durch die Wolken nicht zu sehen. Nun gilt die Hoffnung , dass auch der Ret der Vorhersage stimmt und es ab 11:00 Uhr aufreißt und die Sonne zum Vorschein kommt.
Bis dahin ist Frühstück, Blog und Wasser auffüllen angesagt. Auf dem Platz steht auch noch ein Rentnerehepaar aus Paderborn und natürlich hat Holm sich schon mit denen ausgetauscht und klug geschnackt. Es dauert wirklich nie lange bis Holm irgendwelche Leute kennenlernt, es sei denn, sie sprechen absolut kein Deutsch oder es sind Asiaten. 
Da wir ja in der Nebensaison und auf dem Lande unterwegs sind, sind wenig Touristen und daher auch wenig Asiaten , die ja bekanntlicher weise nur in großen Scharen auftreten, unterwegs. Obwohl die Braut gestern war Viatnamesin, sagt Holm. Es ist mir zwar ein Rätsel, woran er das erkannt hat, aber ok....

Punkt 11:00Uhr reißt der Himmel auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Also satteln wir die Räder und machen uns auf den Weg nach St. Martin de Ré, derInselhaupstadt. 
Hier gibt es unglaublich viele gut ausgebaute Radwege( Martin Bensen würde vor Neid erblassen und sofort neue Maßnahmen in den Kreistag einbringen) und so radeln wir gegen Mittag in die kleine Metropole der Insel ein. Auch auf dieser Insel gibt es nur diese kleinen weißen Häuser mit roten Dächern und farbigen Fensterläden, die das Bild so freundlich und liebenswert gestalten. Kleine Landwirtschaftsbetriebe erwirtschaften Gemüse und Wein, keine Bettenburgen oder Touristenzentren stören die Harmonie hier.
St.Martin de Ré Stadt zu nennen, ist schon reichlich übertrieben. Beverstedt ist sicher größer, aber nicht so durch alte Stadtmauern und Gräben geschützt. Der Hafen im Mittelpunkt liegt idyllisch im Sonnenschein und die Cafés und Restaurants sind jetzt um die Mittagszeit gut gefüllt. 






Wir wollen natürlich erst die Gassen und Läden erkunden, müssen aber feststellen, das wir zur falschen Zeit gekommen sind . Alle machen Mittagspause, also bleibt uns nichts anderes übrig als auch ein Restaurant aufzusuchen. Holm kommt endlich zu seiner Fischsuppe  und  im Anschluss wandern wir nun durch die Gassen und Läden. Es ist wunderschön, aber nicht um sonst nett man es , das Sylt Frankreichs. Die Preise sind genauso hoch wie auf Sylt und das Publikum genauso liquide. 

Also satteln wir wieder die Räder, radeln ins Nachbardorf La Flotte ,einem kleinen Hafenörtchen . 
Allmählich wird es doch frisch, Marla wird müde und wir treten den Heimweg bei GEGENWIND an. Man auch mit nem ebike ist es blöd, aber wesentlich erträglicher als ohne. 

Heute Abend wären wir gerne hier im Ort essen gegangen, aber leider ist wirklich schon sehr viel geschlossen. Die einzige Möglichkeit wäre eine beach bar gewesen, die aber nicht sonderlich einladen wirkte. Wir sind echt 3-4 Wochen zu spät. Aber das lässt sich ja nicht ändern und so zauber ich schnelle Spaghetti carbonara im Womo und alles ist gut.

 Morgen brechen wir die Zelte hier ab und erkunden die Insel mit dem Womo nochmal, bevor wir dann tatsächlich schon wieder langsam an die Heimreise denken. 
Also ihr Lieben, wenn jemand noch fleur de sel, Meersalz oder Wein mitgebracht bekommen möchte, bitte morgen gleich bei whats app schreiben.




Meint ihr nicht auch, es wäre Zeit für einen eigenen Instagram account für Marla?? Ich sollte darüber nachdenken.... 
Bis morgen dann, wo immer wir dann auch sind. DER WEG IST DAS ZIEL!
Schönes Wochenende euch allen ,

Nach unserem opulentem Mahl gestern abend starten wir ohne Frühstück und ohne Marla gen Markthalle um noch einige Einkäufe zu erledigen. 
Der Reiseführer hatte nicht zuviel versprochen von der 2stöckigen Markthalle in Les sables dòlonne.




Ein wahres Eldorado für Marktliebhaber und Holm ahnte schon böses beim betreten. Er sollte Recht behalten, aber nur weil er meinte sehr speziellen Pfeffer kaufen zu wollen. Aber 70€ für 3x Tee und 3 Gewürze erschien uns doch eindeutig zu teuer und so blieben ein paar der ausgesuchten dinge in der Markthalle.
Hier gab es wirklich alles an Gemüse und Obst der Region, Gebäck und natürlich Fisch, Muscheln und jede Menge Austern. 
Wir mögen leider beide keine Austern und scheuen uns auch noch vor der Zubereitung von Muscheln im Womo. Der Fisch hier ist wirklich super frisch, man riecht ihn in der Halle nicht und die Auswahl ist natürlich doch wesentlich größer als zuhause.

Nun treibt uns der Kaffeedurst aber doch in ein niedliches Café
Und das muss man sich wirklich mal gönnen. Der Kaffee hier ist zwar echt stark aber mega lecker und wenn die Franzosen was können, ist es Gebäck.




Ach wie blöd, dass direkt neben an auch noch ein Herrenausstatter ist, der natürlich noch heimgesucht erden muss.
Also was wäre ein Urlaub ohne neue Schuhe für Holm??? Ja mein Mann hat definitiv mehr Schuhe als ich und das will schon was heißen. Hat er übrigens auch sehr gut an Lea vererbt.



Nun aber fix zurück zum Womo, Marla wartet beleidigt auf uns und beim Packen aller Sachen, ist sie diesmal gewappnet. IHR LASST MICH NICHT NOCHMAL ALLEINE!!!




Nun geht es also endlich auf die Ile de Ré, von der ich schon soviel gelesen habe und seit Jahren darauf warte hierher zu fahren( ist fast schon so wie Sardinien, das ist definitiv auch bald dran).
Und nach kurzer Fahrt mit wieder mal hunderten von Kreiseln geht es über die natürlich mautpflichtige Brücke auf die Insel.




Die Insel wird auch das Sylt Frankreichs genannt und das Landschaftsbild spricht echt dafür.
Wir suchen uns einen Stellplatz in Bois-de Plage .Der Platz liegt direkt am Strand und Platz ist auch ausreichend vorhanden. Kennt ihr dass auch, dieses Gefühl wenn man zu viele Parkplätze zur Verfügung hat und sich überhaupt nicht entscheiden kann, welcher nun der beste ist?? So ungefähr erging es uns auch. Der 1. Platz war zu schräg, selbst mit Keilen unter den Vorderrädern, der2. War noch schräger aber hatte TV-Empfang, der3. War fast grade aber kein TV!! Nun hatte Holm auch die Schnauze vom ewigen Um parken voll, die anderen Camper lachten sich wahrscheinlich schon Tod über uns , also blieben wir stehen. So konnten wir gut kochen und lesen, aber nicht fernsehen. Und dann nichts wie an den Strand, die Sonne scheint und wir können es kaum erwarten . Marla geht es dagegen überhaupt nicht so .
Der Atlantik wird wohl nicht mehr ihr Freund und so begleitet sie uns nur widerwillig durchs Wasser.
Oh ihr Lieben, das ist wirklich wunder schön hier. Kilometerlanger Sandstrand, wundervolle Dünen und Sonne , was wünscht man sich noch mehr?? Das Leben ist so unglaublich schön, wir müssen so dankbar sein, so schöne Zeiten, Orte und Personen erleben zu dürfen. 





Nun konnten wir auch noch einer Hochzeit am Strand beiwohnen, also auch für Emotionen ist hier gesorgt.
Eine kleine Radtour durchs Dorf und schon sehen wir die Sonne langsam dgen Strand untergehen.
Es wird Zeit für unsere Pfifferlinge aus der Markthalle, bon appetit!