Freitag, 2. September 2022











 Back in Germany


Öl



So wir haben die Fährfahrt auch mit zwei läufigen Hündinnen ( Frieda hat sich seit vorgestern dann gleich angeschlossen) überstanden und sind glücklich in Genua von Bord gefahren, so wie viele viele andere auch:- da 4 Schiffe gleichzeitig entladen uns über eine zweispurige Strasse aus dem Hafen geleitet wurden, dauerte es gefühlt Ewigkeiten und mein Holm war schon auf 180!! 

Aber dann ging es durch Italien gen Schweiz und dieses Mal wollten wir sea Stau am Gotthardtunnel umgehen und hatten uns für den san Bernhadino Tunnel entschieden. Armer Gustavo , da musste er nochmal reel dran ackern!! Zwischenzeitlich wurde selbst Holm ganz still, Gustavo nahm kein Gas mehr an und die Temperatur stieg und stieg und stieg! Ich sah uns schon den ADAC rufen, die ersten Wohnwagen gespanne standen schon mit rauchendem Motor in der SOS Bucht. Aber unser alter Gustavo schaffte es bis ganz nach oben , es ist wirklich wunderschön dort lang zu fahren nur leider konnte ich es nicht so geniessen. Dann ging es bergab und wir rollten uns rollten . Die Temperatur sank wieder in den normalen Bereich und meine Nerven entspannten sich.



Letzter Stop zum Tanken in der Schweiz 🇨🇭 war HEIDILAND, so heisst wirklich eine Raststätte und ihr glaubt es kaum , dort tönt das Heidi Lied in Dauerschleife über den gesamten Parkplatz. Die spinnen die Schweizer! 

Sibylle hatte uns nun ja den schnellsten weg heraus gesucht und wiederkam enttäuschte sie uns mit ihrer Auswahl nicht : sie lotste uns doch noch durch 10 km 🇦🇹, na super dafür brauchen wir aber eine Vignette, die man kaufen muss. Hatten wir aber nicht und ist auch für Gustl( immer in Landessprache) echt teuer. Da wir nicht genau wissen wo es das Pickerl zu kaufen gibt , fahren wir mutig über den Grenzübergang, an dem sich aber keiner für uns interessiert. Auch der Zoll zeigt kein Interesse an uns und wir fahren mutig auf die Autobahn gen Deutschland 🇩🇪. Es sind wahrhafte mindestens 30 km die wir bis zum Grenzübergang  nach 🇩🇪 Fahren. Auch dort passieren wir ohne Kontrolle. Das hat ja mal super geklappt, danke Österreich dafür dass du uns verschont hast mit zusätzlichen Kosten. 

Wir wollen noch etwas weiterfahren und Holm bittet mit einen Platz direkt an einem Gasthaus mit gut bürgerlichem Essen zu suchen, wo wir essen und übernachten können. Nichts leichter als das😫

Tatsächlich landeten wir dann beim Gasthaus Rose in Großenhub bei Rothenburg ob der Tauber im schönen Frankenland. Es ist wirklich in Nirgendwo aber das Essen ist fantastisch, hausgemacht




Heute morgen sind wir früh um7 :00 Uhr gestartet und haben nun schon die Kasseler Berge hinter uns gelassen und uns Gustav schnurrt nun gen Heimat. 

Es war wirklich wunderschön, wir werden allerdings nicht nochmal im August mit Hunden in des Süden fahren. Aber das war uns dieses Jahr ja bewusst! Was wir allerdings mit Sibylle machen, das müssen wir uns gut überlegen. Sie schafft es immer wieder uns wahnsinnig zu machen, aber andererseits, was sollte ich sonst schreiben??? 

Ich hoffe es hat euch auch gefallen , ich freue mich immer über Rückmeldungen! Noch ein paar wundervolle Fotos zum Schluss.

Badekappen sind so kleidsam😂😂 aber im Pool in Italien 🇮🇹 immer noch vorgeschrieben




Letzter Einkauf auf Sardinien, Holms Parkplatz  ist wieder mal genial

So sehen leider die Parkplätze in Italien aus. Oft werden dort auch Kühlschränke etc. entsorgt. Einmal sagen wir sogar ein entsorgtes Auto am Parkplatz stehen!! 🐷🐷

Sollte Einweggeschirr nicht europaweit verboten sein??? Nicht in 🇮🇹, Sardinien gehört wohl nicht zu Europa?? Auf den Campingplatz benutzt fast jede Familie dieses Plastikgeschirr und natürlich nur einmal ! Sagt der Name ja Einweg Geschirr, ihr könnt euch diese Müllberge nicht vorstellen 

Wunderschöne Hausmalerei

Wisst ihr was ein Speedo ist ? Dieses Badehosen Modell nennt Holm Speedo! Leider haben wir kein passendes Modell für ihn gefunden!! So sind die Beine nicht vollständig braun geworden!! Aber bei den Italienwen schwer beliebt!



Das sind mal typische Fotos aus dem fahrenden Auto gemacht 😂😂😂


Wenn der Korkenzieher abbricht, muss Mann sich zu helfen wissen! Gut dass wir Werkzeug mit haben 🍷


In 🇮🇹Dürfen die Hunde mit in den Supermarkt! Ob Thomas Hemeyer auch wagen für Lwni und Frieda anschafft??


So ihr Lieben das wär es mal wieder von mir aus dem Urlaub! Macht es gut, danke fürs Lesen und Begleiten. Und wie immer 

Danke mein Holm , wie immer hast du uns super gefahren, alles repariert, immer die richtige Richtung gewusst und wie immer mir das Licht angemacht . Love you more than words can say♥️

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub 😘😘😘

Mittwoch, 31. August 2022

 Arriverderci Bella Sardegna,

Die zwei Tage hier haben wir nur entspannt und die letzten Sonnenstrahlen eingefangen. Der Strand hier ist relativ schmal und daher voll. Die meisten Schulferien sind beendet so dass hauptsächlich Familien mit Kleinstkindern vor Ort sind. Also schon mal ein Vorgeschmack auf die Zeit mit Enkelkindern? Der Campingplatz ist wirklich in deutscher Überbesetzung und die wenigen Italiener fallen schon wirklich auf. Nun sitzen Holm und ich an unserem letzten Morgen auf Sardinien beim Kaffee und lassen die Zeit nochmal Revue passieren. Schön war‘s, die Zeit mit den Mädels war wundervoll ( wir freuen uns immer wenn eins oder mehrere der Kinder uns begleiten . Fühlt euch Willkomm und eingeladen) die Zeit des Reisens über die Insel war wahnsinnig schön, lehrreich aber auch anstrengend. Besonders Gustavo freut sich glaube ich auf die norddeutsche Flachebene. 

Sardinien ist wirklich schön, die Insel ist abwechslungsreich, grün, bergig aber auch mal flach , das Wasser ist klar und erscheint in verschiedensten Blautönen. Die Menschen waren freundlich, das Essen überwiegend gut und das Wetter überragend. Natürlich haben auch wir nur einen Bruchteil gesehen. Durch die Läufigkeit von Leni konnten wir mit den Hunden nicht mehr an den Strand , was schon schade war.wir haben das beste draus gemacht aber auch die fehlende Klimaanlage hat uns natürlich schon das Leben erschwert. Aber die Zufahrten zu den Stränden sind eher für schmalbrüstige Instamodells als  für unseren XXL Camper gemacht. Viele dieser in allen Magazinen abgebildetes Buchten erreicht man entweder per Boot oder aber nach 45 minütiger Wanderung über steinige unebene Wege. Jeder der mich kennt, weiss, dass ist nicht mein Ding 45 Minuten bergab und am Ende des Tages 44 Minuten bergauf zu laufen um einen Strand zu erleben . Aber gut das es soviele Menschen gibt die das lieben.

Also nix für ungut, diese Hotspots haben wir nicht erreicht aber davon geht die Welt nicht unter. Der mega Hype der um Sardinien allerdings gemacht wird, war uns nicht ganz verständlich. Es ist wunderschön , die Italiener sind hier ebenso Schweine wie anderswo und schmeissen ihren Müll am Strassenrand ab.leider ! 

Heute geht es für uns nun nach Olbia und heute Abend um 19:30 geht die Fähre zurück nach Genua.Holm baut über mir schon alles ab und wartet auf meine Hilfe also mach ich für heute Schluss .. Auf der Rückfahrt gibt es dann noch ein paar Highlight Fotos, aber dann erst am Donnerstag! Bis dahin, macht’s gut 😘😘

Montag, 29. August 2022











 ultima tappa del nostro tour, Valledoria


Der Abend klingt ruhig aus, wir bekommen noch Besuch von unseren deutschen zeltnachbarn, denen unserer Rotwein scheinbar super schmeckt. Um 0:30 Uhr konnten wir dann in unsere Betten krabbeln, wir wollen früh starten , da wir noch 2,5 Std. Fahrt vor uns haben.

Heute Morgen ging es dann tatsächlich früh los und ich war mit fahren dran. Also starteten wir uns Sibylle sagte uns dass wir gegen 11:17 Uhr in valledoria , unserem letzten Stopp auf Sardinien, ankommen sollten. Die Strasse des Platzes kannte Sibylle wie immer nicht aber daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Aber sie hat Wiederwahl die Kleinwagen Provinzstraßen für uns rausgesucht und bis wir so auf der Autobahn angekommen waren, war die erste Stunde fast um. Weiss der Schinder was in Sibylles Kopf so vor geht. Eingestellt ist sie auf jeden Fall für Autobahn. Aber sie hat halt ihren eigenen Kopf und führt uns daher immer anders .

Endlich auf der Autobahn angekommen, folgt eine Baustelle der anderen und auch hier können wir nicht wirklich voran kommen. Besonders schön ist es , wenn dann man dann plötzlich ohne Vorankündigung von der Autobahn abfahren und kurz darauf wieder auffahren muss, weil die Brücke einfach weg ist . Ja weg nicht kaputt, nicht in Reparatur nein einfach schlicht und ergreifend weg🙈🙈

So sind wir nun auf dem Campingplatz international angelangt, haben wohl so den letzten Platz , den es noch gab und freuen uns auf die letzten zwei Tage .


Nachtrag zu gestern: Blick auf der Panorama Strasse 


Strand von Buggeru 




Capo Pescora der nicht genommene Freistehende Platz 


Damit ihr auch glaubt, dass ich auch mal fahre 

Sonntag, 28. August 2022

 Andiamo a oveste

Nach  einem wunderschönen entspannten Tag nehmen wir am nächsten morgen Abschied von der kleinen Insel Antioco und fahren wieder aufs Festland. Unser Weg führt uns komischerweise nochmals an der cantina Santadi vorbei, wo wir dann auch den Weisswein vom Fass noch ins Womo verfrachten und uns dann auf den Weg gen Westküste Sardiniens machen. 

Unser Ziel ist ein Stellplatz in Masua , den wir über eine Panoramastrasse erreichen sollen. Also Gustavo eine weitere Herausforderung für dich! Welche Anstrengungen auf den Armen zu kommen sollten, war uns zum Glück nicht bewusst. 

Der Westen Sardiniens ist rauher, wesentlich unbebauter und touristisch wesentlich weniger ausgebaut. Daher habe wir uns auch den Stellplatz herausgesucht, da es auch kaum Camping Plätze dort gibt. Die Strecke war wirklich wieder wunderschön, voller Serpentinen und genialer Ausblicke auf Innenland und Küste. 


Gustavo hatte wieder eineiige Steigungen und Serpentinen zu erklimmen, aber Holm und er sind zum Glück ein eingespieltes Team und so gelangen wir zügig nach Masua.im Reiseführer wurde eine steile Abfahrt in den Ortskern erwähnt, die allerdings eher einer schwarzen Abfahrtspiste beim Skilaufen ähnelte. Aber wenn wir zum Stellplatz wollen, führt kein Weg daran vorbei. Wir erreichen Masua , der Ortskern samt Hafen sind für Womos verboten( na toll!😖) aber Sibylle sagt auch dass unser Weg noch weiter geht. Also folgen wir ihrer Anweisung und stehen vor einem steinigen Feldweg mit einer Steigung von zig % mit einem Holzgitter abgestützt und einem Verkehrsschild: 

Accesso ai Camper vistazo

Ist klar oder? Zufahrt für Camper verboten!

Also alles wieder zurück , die schwarze Abfahrtspiste wieder hoch leider ohne Lift und dann in Sekundenschnelle entscheiden ob rechts oder links weiter fahren. Ich entschied mich für links , was sich als Fehlentscheidung erwies . Es ging nämlich weiter in die Berge 🏔 und zwar mit 13%Steigung über mehrere Kilometer. Gustavo kämpfte und kämpfte, der 2. Gang war ihm zu schwer und wir krachen im 1. Gang den pass hinauf. Holms Blick auf die Temperaturanzeige liess nichts gutes vermuten und mir stiegen leichte Brandgerüche durch das Fenster in die Nase. 

Aber Gustavo gab nicht auf und schaffte es 💪💪

Wir erreichten die Bergspitze und rollten langsam wieder die Berge hinab nach Buggeru. Doch leider 5 Minuten zu spät, denn gerade parkte sich ein Womo in den letzten Stellplatz ein und somit mussten wir weiter fahren. Wir entschieden uns am capo Pescado erstmal zu essen, die Hunde konnten frei durch das Gras toben und es wehte ein herrlicher Wind . Für mich war dies doch ein Platz um Holms Wunsch nach einer Nacht freistehend zu verbringen als ideal. Aber wie so häufig lag ich mal wieder falsch, denn das wollte mein über Man dann doch nicht . Also weiter bis zur Bucht von Oristano auf den Nächstliegenden Platz und bloss schnell einen Platz unter den Pinien gesucht. Kaum hatten wir Sack und Pack draussen  kamen sie schon die 🐝🐝🐝🐝🐝🐝🐝🐝🐝 in Scharen fielen sie über uns her und natürlich wurde ich in die Fingerkuppe gestochen. Somit verbrachte ich den Rest des Tages im Womo. Wir haben das ersten Mal im Womo hier gegessen und ferngesehen. Am nächsten Morgen verliessen wir fluchtartig den Platz. Wir sind nun in Is Arenas auf einem schönen Platz am Meer , geniessen das erste mal einen Sandstrand und den Füssen seit langer Zeit ( la Cinta) und haben kein wlan und schlechtes netzt.
Der Mai at neigt sich dem Ende zu genauso wie mein datenvolumen also , heute keine Fotos und morgen hoffentlich mehr aus valledoria an der nördlichen Westküste 😘😘

Freitag, 26. August 2022



 Holms Birthday 

Die Nacht in Holms Geburtstag ist heiss und Leni ist wie immer früh wach :/  bevor ich meinem Holmi zum Geburtstag gratulieren kann, ist dieser schon mit den Hunden unterwegs und geniesst das einzig schöne hier : den Sonnenaufgang am Strand mit den beiden Hunden.


Dann nach den ersten Gratulationen verlassene ir frohen Mutes den hässlichen Camping Platz und machen uns auf ins Innenland zum Weingut . Wir haben im al Porto in Stade einen so leckeren Rotwein aus Sardinien getrunken, dass wir uns nun auf dem Weingut direkt eindecken wollen.die Fahrt dorthin , wie sollte es anders , führte uns wieder über viele Serpentinen hinein ins Innenland.

Nach 1,5 Stunden erreichten wir Santadi, wo wir zuerst auf die Cantina Santadi stiessen und uns hier einen Ersten Eindruck  verschaffen wollten . Die verwunderten Blicke auf unseren Gustavo sind wir ja mittlerweile gewohnt, aber dass hier die Leite mit Reseevekanistern in den Weinschop gehen , war uns doch recht neu.


Aber tatsächlich wurde einem hier der Wein aus dem Fass direkt in den Kanister eingefüllt, es gibt allerdings genau 3 Sorten: Weisswein , Roséwein und Rotwein

Ende im Gelände, das war‘s! Ok aber wo war nun der leckere Montessu aus dem al Porto?? Die Englisch Kenntnisse der Verkäufer waren eher rudimentär, aber zusammen schafften wir es , das nötigste zu klären. Der Montessu wurde nicht hier sonder in einer Kelterei 30 m weiter die Strass runter produziert aber es gibt dort keinen Direktverkauf . Das sag doch alles nicht wahr sein!! Holm hatte sich nichts grosses für den Tag gewünscht nur das Weingut ! Und das war nun ein Reinfall .auch die cantina santadi war nicht das was wir uns in unserer Naivität unter eigenem romantischen Weingutbesuch vorgestellt hatten. Nichtsdestotrotz verliessen wir den Shop mit zwei Kanistern je rot und rosé und stiegen frustriert in Gustavo um dann weiter zu fahren. Auf unserem Plan stand heute die kleine Nachbarinsel St.‘Antioco auf der wir 2 Nächte an der Cala Sapone s bleiben wollen. Der Weg dorthin ist kurzweilig und easy going. Gegen Mittag erreichen wir Camping Tonnara und suchen uns einen der freien Plätze aus. In die engere Auswahl kommen zwei , der eine hat weniger Steine und die bessere Aussicht meine ich und Holm gibt dann resigniert auf und so rangiert er Gustavo auf Platz 41 . Nicht nur das der Platz Sau eng ist, es bleibt vorn und hinten wirklich nur ganz wenig Platz und Holm muss zigmal hin und her rangieren,NEIN ICH HAB DEN WOHL SCHRÄGSTEN PLATZ AUF DEM GANZEN PLATZ AUSGESUCHT!!!!🤷🏻‍♀️

Man könnte sagen mein Mann war vollkommen abgenervt, wollte dann aber auch nicht mehr wechseln. Das Ende von Lied ist dass wir alle Schubladen in Fahrtsicherung lassen müssen, da sie sonst von alleine aufgehen. Holm sagt man müsste sich anschnallen damit man mich automatisch aus der Tür fallen würde und das Wasser fliesst bergauf  ABER DIE AUSSICHT IST TOLL !🙈🙈😂 Ja das war keine gute Entscheidung, nächstes mal hören wir dann lieber mal auf Holm 🙊😂



Trotzdem ist es hier wirklich wunderschön, die kleine Bucht lässt alles weitere vergessen und wir geniessen den Nachmittag.

Für abends hat Holm einen Tisch im Restaurant a La playa reserviert. Das Restaurant wurde in beiden Reiseführern empfohlen. Fritz, der österreichische Weltenbummler, grillt selber 🐟 und  🥩 



Also dann los zum Geburtstags Dinner! Wir machen uns etwas hübsch, weil Holm schon beim reservieren meinte , es wäre schon authentisch und ich bräuchte kein kleines Schwarzes 👗anzuziehen. 

Uns erwartete Fritz , echter 68 Typ, in schwarzer Jogginghose und lila Tshirt in einem durchaus kultigem schattigen Gartenrestaurant mit einfachsten Tischen und Stühlen und 70iger Musik. Die Karte war sehr übersichtlich, aber sicherlich für jeden etwas dabei.

Ich musste mein berufliches Gewissen vollkommen ausschalten , hier herrschte auf jeden Fall ein anderer Hygienestatus.




Zu trinken gab es den Wein aus den Kanister aus der Cantina Santadi, der uns als leichter sommerwein gut schmeckt. 

Vorspeisen waren carpaccio von Tunfisch und Schwertfisch und gegrillter Pecorino. So weit so gut. Das carpaccio schmeckte Holm durchweg gut, der gegrillte pecorino bestand aus einer Scheibe Käse in Butterbrotpapier vom Grill . Also das war nix, weder geschmacklich noch optisch !

Hauptgang: Rindersteak für Holm und Ravioli für mich . Oje, Holms Trauma vom zähen Steak( hatte er schon an seinem 18. Geburtstag!!) sollte sich erneut bewahrheiten. Das Fleisch war einfach eine Katastrophe! Als Holm dann Fritz zu uns rief und sich beschwerte, meinte dieser: Na des kann goar net sein. Seit 2004 bekomm ich mein Fleisch vom selben Metzger und noch nie war es zäh. Das ist eben nicht mit Filet zu vergleichen und es ist ja vom Metzger!

Das war’s, kein ok das tut mir leid ich bring was neues, gar nichts ! 

Wir teilten uns dann meine vorzüglichen Ravioli, wirklich eine glatte 10/10 Punkten und versuchten es mit Humor zu nehmen .

Beim Bezahlen konnte ich es dann nicht lassen und zählte den guten Fritz nochmals an. Natürlich kann es passieren, dass mal ein Stück zäh ist aber dann muss man es eben ersetzten. 

Schlussendlich sagte der gute Weltenbummler: nein das Fleisch bekomm ich seit 2004 vom Schlachthof in Deutschland 🇩🇪 oder 🇵🇱. 🙈🙈🙈Aber wenn ihrs so wollt dann geb ich euch die 20€ halt wieder !! 

So endete Holms Geburtstag leider mit einem weiteren Reinfall und sein Trauma vom zähen Steak am Geburtstag wurde zusätzlich verschärft. 

So fielen wir ins Bett und hoffen auf einen neuen schön Tag ! 






Mittwoch, 24. August 2022









La Strada panorámica

Entschuldigt bitte meine zweitägige Abstinenz bedingt durch mangelndes wlan und Faulheit.
Aber nun zu den letzten Tagen:
Wir starteten früh in Cala di gonone um die angekündigte sensationelle aber durchaus fahrerisch anspruchsvolle Panoramastrasse in der Kühle des Morgens geniessen zu können. 46 km bis Baunei , die hochgelegenen Kleinstadt, von der es dann wieder bergab geht liegen vor 
uns. Gustavo ist guter Dinge , erholt und motiviert uns die Berge rauf und runter zu tragen. Also los geht’s. Erst einmal die 7km bergauf zurück auf die SS 125 mit wundervollen Blicken auf die Bucht von Cala di gonone starten wir laut Sibylle in eine stark kurvenreiche Strasse. 
Es wurde uns in all den Reiseführern wirklich nicht zu viel versprochen: ja wundervolle Ausblicke  auf die Bergwelt Sardiniens und ja eine fahrerisch anspruchsvolle Strecke, die Holm mit Gustavo aber perfekt 









Runde 2 Stunden brauchen wir für die 46 km und keinen davon möchten wir missen .
Wie bergig und doch grün bewaldet Sardinien ist, war uns nicht bewusst und im Nachhinein sagt Holm öfter: Sannilein, wie gut dass die Kupplung vorher noch erneuert wurde!
Von Baunei einer kleinen Bergstadt , geht es wieder hinab zur Küste , Frieda entspannt sich auch allmählich wieder( sie ist nicht wirklich kurvenfest) und so fangen wir an eine neue Bleibe für die nächste Nacht zu suchen. 
Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, viele Plätze sind voll oder man erreicht niemanden am Telefon. Also fährt man direkt hin und kassiert dann ne Abfuhr. So richtig Spass bringt das nicht, die Alternative wäre im Vorhinein alles zu buchen, was mit unser Spontanität aber nicht zu vereinbaren ist. Also suchen wir weiter und ergatterten  schliesslich am L‘Ultima Spiaggia in Bari Sardo einen Platz für eine Nacht.
Jesse Maria und Josef, es gibt schon wirklich grosse Camping Plätze, dieser gehörte dazu. Nicht nur Mobilwohnheime, grosse Tents wie wir in Afrika erlebten, grosse Poolanlage, natürlich Mega Animation und wir(Paar Ende 50, ohne Kinder, Enkelkinder, 2 Hündinnen)!! 
Aber was will man machen, irgendwo müssen wir bleiben, den Mit uns frei irgendwo hinzustellen( was auf Sardinien eigentlich verboten ist, habe ich nicht.Holm hätte da weniger Bedenken.
Also wurden wir zu unserem Platz geführt, der allerdings grade noch vom Kastenwagen und PKW des Zeltnachbarn belegt waren. Sehr zum Ärger des Gas/Wasser/Sch… Technikers ( Besitzer der Wagen) musste dieser nun nicht nur die Wagen sondern auch all seine Kartons, die er schön auf unserem Stellplatz aufgereiht hatte beseitigen. Mein Gott hört sich Fluchen auf Italienisch gut an !
Also parkten wir mit Verzögerung in diese Miniparklücke zwischen zwei Bäumen ein und befanden uns direkt zwischen zwei italienischen Grossfamilien , die gerade angekommen ihr Mittagessen lautstark gestikulierend ( damit sie sich bei der lauten Musik auch verstehen konnten) zu sich nahmen.


Also so müssen sich früher die Nachbarn auf unseren Reisen  auch gefühlt haben. Die Kinder und Frauen mussten erstmal begeistert die Hunde begrüssen und dann ging es lautstark weiter.
Das sind wir gar nicht mehr gewohnt, aber wir liessen uns die Laune so gut wie möglich nicht vermiesen. 
Wie immer ging die Klimaanlage aufgrund der zu niedrigen Ampere wieder nicht und wie mussten uns wieder der der natürlichen Belüftung durch Wind begnügen. Das nervt schon sehr, da wir das wirklich nicht einkalkuliert hatten.
Natürlich gewöhnen wir uns an die Hitze aber besonders für die Hunde ist es nicht schön .
Der Strand ist direkt vor dem womo und so gönnen wir uns noch einen erfrischenden dip in the ocean  bevor wir uns zum Essen gehen fertig machten. Leider hatten wir durch unsere späte Anreise keinen Tisch mehr reservieren können und mussten somit im Innenraum, der die Gemütlichkeit einer Bahnhofsvorhalle besass, Platz nehmen. 

Aber manchmal ist Kehrt sich das Unglück auch in Glück, denn nach 30 Miniten startete das italienische Animationsprogramm des Camping Platzes. Wer schon mal iatlienisches Fernsehen gesehen hat, weiss , wir fürchterlich grell,laut und niveaulos das ist. So kann man sich das Ganze nochmal potenziert als Animation vorstellen.
Zum Glück sassen wir in der Bahnhofsvorhalle und konnten zumindest in Ruhe essen.
Die Enge des Platzes lässt uns schon am nächsten Morgen wieder aufbrechen, leider haben wir telefonisch abends keinen Platz mehr ergattern können, also wieder los ins Suchen!


Andrang an der Grillstelle  am Campingplatz 

Wir fahren die Ostküste weiter gen Süden auf einer so typischen Küstenstrasse, gesäumt von riesigen Bambussträuchern, mannshohen Kaktusfeigen und normalen Feigen.
Ich telefonierte alle uns vorgeschlagenen Plätze ab aber kein Erfolg. In der Kaffeepause entschieden wir uns dann die Costa Reí zu verlassen und noch weiter südlich zu suchen. Tatsächlich wurden wir dann am Campingplatz flumendosa in Santa Margerita fündig, da die Mittagspause aber auf den Plätzen ja um 13:00 beginnt, erledigten wir erst noch unseren Einkauf um dann dort einzutrudeln. Ein wunderschöner Eingangsbereich mit Restaurant auf Kunstrasen verschönte uns die Wartezeit, nur die arroganten Kellner nervten . Pünktlich um 15:00 checkten wir auf diesem Platz ein und wurden endlich auf den Platz eingewiesen. OH MEIN Gott. Was im vorderen Bereich zu toll aussah, war hinten die reinste Katastrophe. In der einen Ecke hauste ein Obdachloser, einige der An sich wirklich schönen Plätze wurden von Schrottwohnwagen besetzt, in den die arroganten Kellner hausten. Alles war alt und absolut sanierungsbedürftig. Ja auch sowas kann passieren. Leider gab sich keine Alternative so dass wir im Womo verharrten, ich kochte abends und wir machten einen Plan für die letzte Woche unseres Urlaubes. Dabei riefen wir gleich die dazugehörigen Campingplätze an und versuchten zu reservieren. Auch das scheint nicht so zu funktionieren. Entweder sorry we are full oder aber kommen sie man her , dann finden wir was ….beide Antworten helfen nicht wirklich weiter …  Moehen ist auch ein neuer Tag und es ist Holms Geburtstag 

Sonntag, 21. August 2022

 Cala la gonone


Ich brauchte wieder einige Zeit mich zu beruhigen und Holm fuhr ruhig auf der Autobahn gen Süden.

Unser erstes Ziel war Cala La Gonone an der Ostküste. Da wir der nördlichen Teil der Ostküste ja schon abgefahren sind, nehmen wir die schnellere Autobahn bis Dorgali i d biegen erst dort auf die SS125 ab..auch Sibylle hält diesen Weg für richtig was ins manchmal eher Angst macht als beruhigt. Dorgali ist ein kleines Bergdorf , idyllisch gelegen ABER jeder Reiseführer warnt einen nicht mit dem Womo dort hineinzufahren. Es scheint ein Labyrinth kleinster Gassen zu sein, für Womos nicht zu bewältigen. 




Zum Glück ist die Umleitung gut ausgeschildert und so umfahren wir dieses Chaos galant und begeben uns auf die angekündigten Serpentinen nach Cala La Gonone. Vorher geht es noch durch einen Tunnel und dann sieht man das Meer.Es ist wirklich eine wunderschöne Panorama Strasse , die es aber durch die Serpentinen in sich hat. Holm und Gustavo sind ja aber ein eingespieltes Team und so kann ich die Aussicht geniessen. Kleine Stopps für insta Shots haben die Italiener:innen dazumal nicht eingebaut, so dass man nirgends anhalten kann zu fotografieren. 




Um 10:00 waren wir schon auf unserem Stellplatz angekommen, ich hatte uns  telefonisch angemeldet und wurden auf den einzigen Platz mit 9A Sicherung eingewiesen. Wir hoffen inständig auf die Klimaanlage, denn der Platz liegt in der prallen sardischen Sonne. Aber alles scheint zu klappen. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Weg zum Strand. Die Hunde bleiben im gekühlten Womo und wir laufen los. Schon beim einfahren war uns eine kleine Bimmelbahn aufgefallen, die die Touristen an den Strand und zurück fuhr . Sehr beruhigt liegen wir den Weg hinunter zum Ort und Strand um etwas Sonne und das Mittelmeer zu geniessen. 




Es ist wirklich unglaublich schön, das ehemals kleine Fischerdorf ist umgeben von Bergen, das Wasser ist wirklich glasklar und der weiss-beige Kieselstrand passt sich einfach wundervoll an.

Es ist auch nicht übermässig voll, wir finden leicht ein Plätzchen und geniessen erstmal die Abkühlung im Meer. So hatte ich mir Sardinien vorgestellt und wurde nicht enttäuscht.

Der einzige Wermutstropfen sind die kleinen Fische , die wirklich überall zu finden sind. Nicht dass ihr glaubt ich mag keine Fische ( wäre blöd in meinem Beruf) , und natürlich weiss ich’s ich dass im Meer 🐠 leben , ABER müssen die einen immer zwicken?? Holm hat sie daher die kleinen Zwickerfische getauft und mittlerweile weiss ich warum die Italienerinnen meist horizontal im Wasser liegen und sich an den Schultern ihrer Männer festhalten. Sorry Männer dass ihr das zwicken aushalten müsst , danke dir dafür Holm 😘😘

Auf dem Weg durch den kleinen Ort geniessen wir noch ein Eis bis wir uns zu der Haltestelle der kleinen Bimmelbahn begeben und auf dieselbe warten. Und warten und warten 

Verflucht , was haben wir den italienischen Bussen und Zügen getan??? Also sie kam einfach nicht. Also machten wir uns auf den Weg hinauf. Der Nachteil solcher in die Berge gebauten Dörfer ist, das sie immer sehr starke Steigerungen haben und wir diese nun in der sardischen Mittagshitze bewährt durften. Ein wahres Träumchen, klein Tipp erkundigt euch vorher wann diese Bahn fährt und wann Mittagspause ist. Als wir nämlich schliesslich wieder am Womo waren, fuhr sie fröhlich an uns vorbei .

Den Nachmittag verbrachten wir ruhig, ich radelte zum sparmarkt und kochte . Heute haben wir das erste mal auch den Fernseher mal angemacht, das war vorher im Schatten platz unter Bäumen ja nicht möglich. Aber wir haben den Tatort Anfang verpasst und somit hätten wir uns das auch schenken können🙈

Morgen geht es weiter an der Ostküste entlang, aber erstmal muss Gustavo die Serpentinen auch wieder hoch schaffen✊🏻✊🏻✊🏻 

Samstag, 20. August 2022

l'ultimo giorno insieme
Wir haben ja schon alles gespuckt , der Bungalow muss um 10:00 verlassen sein und somit verlassen wir den Camping cala d‘ambra schon recht früh.Es war wirklich wunderschön, der Stellplatz wohl kaum zu schlagen und die Zeit mit den Mädels unsagbar schön. Wir machen uns auf zu unserem Agriturismo Guparza, in der Nähe von posada irgendwo im nirgendwo. Der Weg ist wie immer das Ziel und wir geniessen die letzten Stunden gemeinsam im Womo.
Irgendwann sagt Sibylleuns, dass  wir die Landstrasse verlassen müssen und es geht auf unbefestigter Fahrbahn weiter bis wir an einem Tunnel kommen ohne Höhenangabe und wir uns mal wieder auf Holms Augenmass verlassen .können. 


Kurze Zeit später erreichen wir den Agriturismo und er entspricht wirklich absolut unseren Vorstellungen. Es ist ein alter Hof umgebaut zu einer kleinen einfachen aber sehr schönen Anlage. In der Anmeldung erschallt italienische Musik und eine junge Frau begrüsste uns so freundlich. Alles passte zu 100%, schön wäre gewesen, wenn wir nun auch eine Reservierung gehabt hätten. Leider habe ich mit dem Bruder  telefoniert, der sich auf Nachfrage auch an mich und das Telefonat erinnern konnte, aber leider kein Zimmer für die Mädels reserviert hatte. Tja das war so ärgerlich, aber nicht zu ändern. Traurig aber in dem guten Glauben eine Alternative zu finden fuhren wir ab. Tja meine Lieben, wir haben uns die Finger wund telefoniert aber im Umkreis von 50 km war nichts zu bekommen. Weiter weg ging ja wegen der frühen Abflugzeit der Mädels nicht. So rollten wir total
Frustriert kurz vor der Siesta auf den camping ermosa  in Budoni ein. Schnell am Strom angeschlossen , damit die Klimaanlage schon arbeiten kann, denn nun müssen wir alle vier und die Hinde im Womo übernachten. Wir hatten allerdings nicht mit der 3A bzw höchstens 6A Sicherung des Camping Platzes gerechnet. Es dauerte keine 2 Minuten und die Sicherung flog raus und keine Klimaanlage arbeitete mehr. Nach mehreren Versuchen brachen wir auch dieses Unternehmen ab, da die Mittagshitze eine eher heisse Nacht vermuten liess. Also wieder Abfahrt und weiter ging es . Wir waren alle so abgenervt, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Der Weg ging weiter Richtung Olbia und wir versuchten unser Glück am Campingplatz Tavorala kurz vor Olbia. Leider war ja noch Siesta so dass wir erstmal gefrustet frühstückten und weiter suchten. Lotta fand noch eine Ferienwohnung ein paar Söder weiter für schlappe 335€, selbst das hätten wir in Kauf genommen. Um 15:30 öffnete der Campingplatz und wir erhaschten einen der letzten Plätze für unseren grossen Gustavo. Das war er der Unterschied zu unserem delux Platz in san Teodoro:/ 






und was soll ich sagen : wieder mir 6A Sicherung, also eine Navht ohne Köimaanlage:/ Maja egal, schnell das nötigste aufgebaut, Tisch, Stühle , Markise und kühle GETRÄNKE ! Man muss sich halt alles auch mal schön trinken. Abends ein letztes Essen in der Pizzeria und dann ging es zurück zum womo. Holm liess sich nicht davon abbringen draussen auf den Stühlen zu schlafen, so dass wir 
uns im Womo die Betten teilen. 
Frieda und Leni bleiben bei Holm , alle Fenster sind auf und zum Glück herrscht ein kräftiger Wind, der das schlafen erträglich macht. Holm  wechselte schlussendlich in Die strandmuschel 😂und früh morgens ging es ab zum Flughafen. 
Abschied nehmen ist ja nicht meins, wie immer heule ich Rotz und Wasser. Die Zeit mit den beiden war soo schön , aber nun geht es für uns weiter in den Süden! 

Lotta und Lea , danke für die wunderschöne Zeit mit euch. Kommt gut nach Hause! Love you to the moon and back ♥️🌙

 Porto Cervo oder der Ort, der nicht für Wohnmobile gemacht ist

 

Die Wettervorhersage sollte mit starkem wind und bedecktem Himmel Recht behalten und so mussten wir Markise einfahren und die Gartenmöbel sichern. Naja und wenn Mann sowieso schon soviel geräumt hat, kann man auch noch die Stützen abmachen, den Strom kappen und doch noch einen kleinen Insel Tripp starten. Die Hunde sind mäßig interessiert am Womo fahren, da Leni aber leider auch noch läufig geworden ist (nach einfach 6 Monaten!!, ich hatte viel einkalkuliert aber das eher nicht) und daher nun den Rest des Urlaubes nicht schwimmen darf, ist es eine gute Alternative.

Unser Ziel ist die nördliche angeblich schönste Küste Sardiniens, die Costa Smeralda. Dort wo wir als Normalsterbliche sicherlich keinen Urlaub machen können, wollen wir doch wenigstens mal sehen , wie es da aussieht.  Also alle Mann/Frauen an Bord und los geht’s.

Wir brauchen nur ca 1 Stunde , so sagt Sibylle und Lottas Playlist sorgt für gute Stimmung und wundervolle Songeinlagen von jedem von uns. Eine Kostprobe erspare ich euch, wir wollen ja keinen Schaden an euren Ohren anrichten.

Leider konnte Sibylle uns nicht vor einem Stau in Olbia bewahren, aber dann bogen wir ab auf die Landstraße zur sagen umwogenden Costa Smeralda ab.

In schlanken Serpentinen lenkte Holm unseren Gustavo die Küste hinauf und wir genossen die Aussicht aufs Meer und die Berge. Es war wirklich eine wundervolle Fahrt, das Panorama atemberaubend, die Autos wurden größer teurer, die Menschenmengen größer.

 

Dann endlich erreichten wir Porto Cervo, den high society Ort der Costa Smeralda. Schon am Ortseingang wird uns der Billionaire club von Flavio Briatore angepriesen und wir bräuchten denn doch noch ein neues outfit. Um dies zu erstehen, bräuchten wir allerdings einen Parkplatz. Leider sind die Parkplätze auf 1,80 m Höhe beschränkt und die Einfahrt ins centro für Busse, LKW etc verboten. Klasse, also wird das schon mal nichts.Man hat schon das Gefühl, dass wir hier nicht wirklich erwünscht sind. Aber ehrlich gesagt werden wir es überleben. Der Hafen und die Bucht sind voller MegaYachten , sprich die Reichen sind vor Ort.

 








Wir machen uns dann lieber wieder auf den Rückweg in der Hoffnung, dass auch bei uns das Wetter wie hier im Norden aufgerissen ist und wir doch noch etwas die sonne genießen können. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wieder in San Teodoro angelangt und gerademal den guten Gustavo wieder an seinen Platz gestellt, ging hier mal eben kurz die Welt unter. Es goss wie aus Eimern, aber die Abkühlung der vorherigen unerträglichen Schwüle war so schön, dass Holm und Ich uns in den Regen stellten und es einfach genossen im Regen aufs Meer zu schauen. Nicht nur Lea und Lotta hielten uns für etwas bescheuert auch die Italiener:innen schauten uns eher verwundert an.



Regen können wir Norddeutschen!!

Allmählich wird die zeit hier auf dem Platz kürzer und morgen wollen Holm und die Mädels eine Bootstour an der Küste entlang machen, hoffentlich wird das Wetter besser.

Wir lassen den Abend ruhig ausklingen und freuen uns auf morgen.

 

Leider hat das Wetter sich nur etwas verbessert, die drei starten mit dem shuttle gen La Cinta, wo die bootstour startet und ich bleibe mit den Hunden am Womo.

Nach 2 stunde kam dann der Anruf von Lotta, dass die Fahrt aufgrund des starken Windes nicht statt. Das ist schon sehr schade, denn morgen müssen wir abreisen und es gibt daher kein Ausweichdatum. Leicht gefrustet kommen die drei wieder zurück und wir verbringen den Tag lesend und Romme spielend am Womo.

Abends machten wir uns nochmal auf den Weg in den Ort und beim zweiten Mal schaffe ich die Berge rauf auch wesentlich besser und die Laune ist gut. Morgen nehmen wir nun Abschied von San Teodoro. Die Mädels fliegen aber erst Sonntag nach Hause. Für die letzte Nachte habe ich versucht telefonisch ein Zimmer für die beiden im Agriturismo zu buchen. Dort wollen wir auch zu Abend essen. Ich habe wie gesagt mit einem netten Mann, der ein paar Brocken deutsch sprach gesprochen. Allerdings hat er weder Namen noch sonst etwas aufgenommen, sondern nur gesagt: jaja du herkommen. Das beunruhigt mich nun doch etwas. Mal schauen was ist wenn wir da morgen aufschlagen.........

Freitag, 19. August 2022

 la visita dal parrucchiere


Der Tag begann ruhig , das Frühstück wie üblich und wir Mädels starteten zum Strand während Holm sich auf den Weg zum Friseur machte . Der eigentliche Ort San Teodoro liegt zwar nicht weit weg, der Weg dorthin ist aber für uns Norddeutsche eher bergig . Wir Warteten gespannt und stellten uns die entsprechende Konversation zwischen Holm, der kein italienisch spricht, und dem Friseur , der bestenfalls sehr gebrochenes englisch spricht , in den schillerndsten Formen vor. Ich befürchtete sogar, dass er mit einer Glatze wieder kommen würde. Aber nichts dergleichen geschah. Holm erschien kurze Zeit später wieder und sah genauso aus wie vorher. Was war da denn los?

Es gibt tatsächlich 3 Friseure in den Ort, einer nur für Frauen. Bei dem nächsten standen die Herren in 3 Schlangen an und beim letzten hat mein Mann dann schlussendlich einen Termin für 18:30 bekommen .

Also genossen wir den Tag am Strand und beschlossen dann am Abend noch auf den Nachtmarkt nach San Teodoro zu gehen .

Aber erstmal radelte Holm erneut zum Friseur und kam in Neuem shape zurück.


Was soll ich sagen, er sieht einfach immer gut aus.

Der Weg in den Ort wollten Holm und ich mit dem Rad und die Mädels zu Fuss bewältigen und uns dann dort treffen. Lotta und Holm brauchten noch ihre Dosis Gelato 🍧 und somit radelten wir los . Es war eine erdrückende schwüle Luft , die Steigungen für mich und mein ebike enorm , meine Laune dementsprechend auf dem Nullpunkt. Die drei haben es wie immer ertragen, aber ich schäme mich dann schon am nächsten Tag 🙈🙊

Zurück im Womo fielen wir nur noch ins Bett um dann festzustellen, dass die Klimaanlage den Temperaturen nicht stand hielt und es gerade zu unmöglich an schlafen zu denken

Wir quälten uns weiter bis dann etwas Wind aufkam und wir alle Fenster aufrissen um weniger etwas besser schlafen zu können.

Aber es war die schlechteste Nacht im Womo bisher.

Dementsprechend gerädert waren’s ir als Leni pünktlich wie immer um 6:30 wach wurde. Holm war wie immer schnell wach und nahm sich der morgendlichen Runde an.

Da wir im Umkreis eines grossen Clubs sind, sind Holms Geschichten der morgendlichen Runden immer sehr erheiternd . Mal trifft er Paare, die ihren Gefühlen noch im Meer ihren Lauf lassen( zum Glück waren die Hunde an der Leine, sie hätten sonst sicher versucht die beiden zu trennen und zu retten😂😂).

Mal trifft er Drogendealer , junge Leute die nach dem Club am Strand schlafen oder aber auch einige , denen es nicht sehr gut geht 🤮.

So starten wir bei unglaublich starken Wind in den Tag und überlegen was wir so unternehmen können.