La Strada panorámica
Entschuldigt bitte meine zweitägige Abstinenz bedingt durch mangelndes wlan und Faulheit.
Aber nun zu den letzten Tagen:
Wir starteten früh in Cala di gonone um die angekündigte sensationelle aber durchaus fahrerisch anspruchsvolle Panoramastrasse in der Kühle des Morgens geniessen zu können. 46 km bis Baunei , die hochgelegenen Kleinstadt, von der es dann wieder bergab geht liegen vor
uns. Gustavo ist guter Dinge , erholt und motiviert uns die Berge rauf und runter zu tragen. Also los geht’s. Erst einmal die 7km bergauf zurück auf die SS 125 mit wundervollen Blicken auf die Bucht von Cala di gonone starten wir laut Sibylle in eine stark kurvenreiche Strasse.
Es wurde uns in all den Reiseführern wirklich nicht zu viel versprochen: ja wundervolle Ausblicke auf die Bergwelt Sardiniens und ja eine fahrerisch anspruchsvolle Strecke, die Holm mit Gustavo aber perfekt 
Runde 2 Stunden brauchen wir für die 46 km und keinen davon möchten wir missen .
Wie bergig und doch grün bewaldet Sardinien ist, war uns nicht bewusst und im Nachhinein sagt Holm öfter: Sannilein, wie gut dass die Kupplung vorher noch erneuert wurde!
Von Baunei einer kleinen Bergstadt , geht es wieder hinab zur Küste , Frieda entspannt sich auch allmählich wieder( sie ist nicht wirklich kurvenfest) und so fangen wir an eine neue Bleibe für die nächste Nacht zu suchen.
Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, viele Plätze sind voll oder man erreicht niemanden am Telefon. Also fährt man direkt hin und kassiert dann ne Abfuhr. So richtig Spass bringt das nicht, die Alternative wäre im Vorhinein alles zu buchen, was mit unser Spontanität aber nicht zu vereinbaren ist. Also suchen wir weiter und ergatterten schliesslich am L‘Ultima Spiaggia in Bari Sardo einen Platz für eine Nacht.
Jesse Maria und Josef, es gibt schon wirklich grosse Camping Plätze, dieser gehörte dazu. Nicht nur Mobilwohnheime, grosse Tents wie wir in Afrika erlebten, grosse Poolanlage, natürlich Mega Animation und wir(Paar Ende 50, ohne Kinder, Enkelkinder, 2 Hündinnen)!!
Aber was will man machen, irgendwo müssen wir bleiben, den Mit uns frei irgendwo hinzustellen( was auf Sardinien eigentlich verboten ist, habe ich nicht.Holm hätte da weniger Bedenken.
Also wurden wir zu unserem Platz geführt, der allerdings grade noch vom Kastenwagen und PKW des Zeltnachbarn belegt waren. Sehr zum Ärger des Gas/Wasser/Sch… Technikers ( Besitzer der Wagen) musste dieser nun nicht nur die Wagen sondern auch all seine Kartons, die er schön auf unserem Stellplatz aufgereiht hatte beseitigen. Mein Gott hört sich Fluchen auf Italienisch gut an !
Also parkten wir mit Verzögerung in diese Miniparklücke zwischen zwei Bäumen ein und befanden uns direkt zwischen zwei italienischen Grossfamilien , die gerade angekommen ihr Mittagessen lautstark gestikulierend ( damit sie sich bei der lauten Musik auch verstehen konnten) zu sich nahmen.
Also so müssen sich früher die Nachbarn auf unseren Reisen auch gefühlt haben. Die Kinder und Frauen mussten erstmal begeistert die Hunde begrüssen und dann ging es lautstark weiter.
Das sind wir gar nicht mehr gewohnt, aber wir liessen uns die Laune so gut wie möglich nicht vermiesen.
Wie immer ging die Klimaanlage aufgrund der zu niedrigen Ampere wieder nicht und wie mussten uns wieder der der natürlichen Belüftung durch Wind begnügen. Das nervt schon sehr, da wir das wirklich nicht einkalkuliert hatten.
Natürlich gewöhnen wir uns an die Hitze aber besonders für die Hunde ist es nicht schön .
Der Strand ist direkt vor dem womo und so gönnen wir uns noch einen erfrischenden dip in the ocean bevor wir uns zum Essen gehen fertig machten. Leider hatten wir durch unsere späte Anreise keinen Tisch mehr reservieren können und mussten somit im Innenraum, der die Gemütlichkeit einer Bahnhofsvorhalle besass, Platz nehmen.
Aber manchmal ist Kehrt sich das Unglück auch in Glück, denn nach 30 Miniten startete das italienische Animationsprogramm des Camping Platzes. Wer schon mal iatlienisches Fernsehen gesehen hat, weiss , wir fürchterlich grell,laut und niveaulos das ist. So kann man sich das Ganze nochmal potenziert als Animation vorstellen.
Zum Glück sassen wir in der Bahnhofsvorhalle und konnten zumindest in Ruhe essen.
Die Enge des Platzes lässt uns schon am nächsten Morgen wieder aufbrechen, leider haben wir telefonisch abends keinen Platz mehr ergattern können, also wieder los ins Suchen!

Andrang an der Grillstelle am Campingplatz
Wir fahren die Ostküste weiter gen Süden auf einer so typischen Küstenstrasse, gesäumt von riesigen Bambussträuchern, mannshohen Kaktusfeigen und normalen Feigen.
Ich telefonierte alle uns vorgeschlagenen Plätze ab aber kein Erfolg. In der Kaffeepause entschieden wir uns dann die Costa Reí zu verlassen und noch weiter südlich zu suchen. Tatsächlich wurden wir dann am Campingplatz flumendosa in Santa Margerita fündig, da die Mittagspause aber auf den Plätzen ja um 13:00 beginnt, erledigten wir erst noch unseren Einkauf um dann dort einzutrudeln. Ein wunderschöner Eingangsbereich mit Restaurant auf Kunstrasen verschönte uns die Wartezeit, nur die arroganten Kellner nervten . Pünktlich um 15:00 checkten wir auf diesem Platz ein und wurden endlich auf den Platz eingewiesen. OH MEIN Gott. Was im vorderen Bereich zu toll aussah, war hinten die reinste Katastrophe. In der einen Ecke hauste ein Obdachloser, einige der An sich wirklich schönen Plätze wurden von Schrottwohnwagen besetzt, in den die arroganten Kellner hausten. Alles war alt und absolut sanierungsbedürftig. Ja auch sowas kann passieren. Leider gab sich keine Alternative so dass wir im Womo verharrten, ich kochte abends und wir machten einen Plan für die letzte Woche unseres Urlaubes. Dabei riefen wir gleich die dazugehörigen Campingplätze an und versuchten zu reservieren. Auch das scheint nicht so zu funktionieren. Entweder sorry we are full oder aber kommen sie man her , dann finden wir was ….beide Antworten helfen nicht wirklich weiter … Moehen ist auch ein neuer Tag und es ist Holms Geburtstag